Ergebnisse


Die Korrelation der mittels seismischer Laufzeit-Tomographie erhaltenen Geschwindigkeitsmodelle mit bestehenden in-situ-Geschwindigkeiten aus Bohrloch-Messungen - insbesondere des im Rahmen der bohrloch-geophysikalischen Messungen (EP9) durchgeführten Akustik-Log an der INFLUINS-Bohrung - zeigt eine gute Übereinstimmung und verdeutlicht deshalb die Fähigkeit der tomographischen Methode zur wahrheitsgemäßen Abbildung der Untergrundstruktur. In Kombination mit der reflexionsseismischen Abbildung des Untergrundes im Rahmen von EP9 lässt sich aus der seismischen Tomographie die Abschätzung der oberflächennahen Stratigraphie des Thüringer Beckens vornehmen. Da zusätzlich zur Tiefe stratigraphischer Übergänge tiefen-getreue seismische Geschwindigkeiten bereit gestellt werden, lassen sich Aussagen zur Variation elastischer Parameter innerhalb geologischer Einheiten treffen. So zeigt die 2D seismische Tomographie zweifelsfrei, dass die seismischen Geschwindigkeiten der Einheiten in Oberflächennähe deutlich geringer sind als in Tiefen von einigen 100 m. Ein Abgleich der erzielten stratigraphischen Struktur mit einem strukturgeologischen Referenzmodell (beigesteuert durch  ZPK) zeigt, dass die neu gewonnenen Erkenntnisse die Tiefe des Muschelkalk im Zentrums des Beckens um 100 m zu größeren Tiefen korrigieren.