Methodik


Die Inversion seismischer Laufzeiten beginnt mit der Aufbereitung der Messungen, um die Einsatzzeiten der eintreffenden Wellenfronten mit möglichst hoher Genauigkeit entnehmen zu können. Nach einer Qualitätskontrolle wurden diese Zeiten zunächst zur Konstruktion von 2D-Modellen entlang der reflexionsseismischen Profile und schließlich für ein 3D-Modells im zentralen Bereich verwendet. Zur Lösung des nicht-linearen Inversionsverfahrens wurde ein Levenberg-Marquard-Verfahren verwandt, das die Zielfunktion durch eine iterative Folge kleiner, lokal linearisierter Schritte minimiert.

Basis der Inversion von passiv gewonnen Oberflächenwellen ist die Berechnung empirischer Greenscher Funktionen aus dem mikroseismischen Rauschen. Der analysierte Datensatz umfasst die Registrierungen von 12 Monaten. Zunächst wurden die Daten durch Simulation eines einheitlichen Instruments homogenisiert. Dann wurden mehrere Normierungen angebracht und die Daten in 1-h-Abschnitte zerlegt und für beliebige Stationspaare miteinander korreliert. Nach der Stapelung der Korrelationen zeigt sich auf der Vertikalkomponente ein klares Bild der Rayleighwellen. Der nächste Schritt zur tomographischen Inversion dieser Daten ist eine Dispersionsanal