Ziele


Um das Fluidsystem im Modellfall Thüringer Becken und die Kopplung zwischen oberflächennahen Grundwässern und Tiefenwässern vollständiger zu verstehen, ist die Kenntnis der heutigen Architektur des Beckens in drei Dimensionen von größter Wichtigkeit. Neben der Geometrie der Grundwasserleiter und -geringleiter spielen tiefreichende Bruchzonen eine bedeutende Rolle, da vor allem in ihnen Fluide vertikal zirkulieren. EP 2 liefert essentielle Beiträge zum Aufbau des dreidimensionalen Strukturmodells für das gesamte Becken und untersucht dabei unter anderem intensiv den Bau und die Entwicklung der Bruchzonen. Eine wesentliche Innovation ist der konsequente Einsatz kinematischer Rekonstruktion zur Einschränkung der möglichen Strukturgeometrien. Das bedeutet eine viel stärkere Prozessorientierung der Modellierung. Weiterhin beschäftigt sich EP 2 in Zusammenarbeit mit anderen EPs intensiv mit der zeitlich-kinematischen Entwicklung des Thüringer Beckens auf verschiedenen Skalen. Untersuchungen von Brüchen und Bruchausbreitung im Aufschlussmaßstab bis hin zur Entwicklung ganzer Bruchzonen sollen hierbei im regionalen Rahmen des Thüringer Beckens betrachtet werden.