Methodik


Zunächst müssen mobile Mischphasen, wie z. B. Kolloide, aus Wasserproben gewonnen werden, um diese strukturell, morphologisch und chemisch charakterisieren zu können. Dies kann z.B. durch die Filtration von Grundwasser mittels Silberfilter geschehen. Anschließend werden die Silberfilter mittels Rasterelektronenmikroskopie (REM) in Kombination mit energiedispersiver Röntgenspektroskopie (EDX-Analyse) auf mobile Kolloide untersucht. Um den Ursprungsort der auf dem Silberfilter vorgefundenen Partikel, die im Wesentlichen den Begriff eines Kolloides erfüllen, verifizieren zu können, wird das Bohrkernmaterial der Filterstrecken genutzt. Drei verschiedene Fraktionen des Bohrkernmaterials werden dazu mittels XRD, Fourier-transformierter-Infrarotspektroskopie (FTIR-Spektroskopie) und REM-EDX-Analyse charakterisiert. Die erste Fraktion entspricht dem ursprünglichen Ausgangsmaterial, die zweite Fraktion dem des resistenten Lösungsrückstandes und die dritte Fraktion die der sekundären Minerale, welche sich auf den offenen Kluftflächen angereichert haben. Für die erste und zweite Fraktion werden ungestörte Proben aus dem Bohrkerninnerem entnommen, an denen makroskopisch keine offene Klüfte und Verwitterungsmerkmale erkennbar waren.