Methodik


In EP9 werden geophysikalische Feldexperimente mit gesteinsphysikalischen Laboruntersuchungen kombiniert. Durch diese Kombination sind Aussagen bis in den subseismischen Bereich möglich. Neben der Datengewinnung steht dabei die umfangreiche Prozessierung der verschiedenen Datensätze im Mittelpunkt. Dies sind notwendige Bearbeitungsschritte bevor die Daten geowissenschaftlich interpretiert werden können. Während der Bohrarbeiten an der INFLUINS-Tiefbohrung wurde nach jedem Bohrabschnitt eine bohrlochgeophysikalische Messkampagne durchgeführt. Diese beinhaltete folgende Messungen, Natürliche Gammastrahlung (auch mit Spektralanteilen), Gesteinsdichte, Gesteinsporosität, Gesteinswiderstand, Bohrlochabweichung, Suszeptibilität, Temperatur, seismische Geschwindigkeit, akustisches Bohrlochfernsehen und Schichtneigung. Im Gesteinsphysiklabor werden von EP9 neuartige, nicht gesteinszerstörende Messkonzepte entwickelt, die ultraschalltomographische Untersuchungen an Bohrkernen und anderen Proben oder die Messung der Wärmeleitfähigkeit auf Bohrkernhalbflächen ermöglichen.

Vibratorfahrzeug

Abb.2: Reflexionsseismische Messungen mit Vibroseis-Fahrzeugen im Raum Erfurt.


EP9 Webseite BG1EP9 Webseite BG2

Abb. 3: Bohrlochgeophysikalische Messungen nach den Bohrarbeiten an der INFLUINS-Tiefbohrung.

MSCL-Logger

Abb.4: Gesteinsphysikalische Messungen an den Bohrkernen der INFLUINS-Bohrung mit einem Multi-Sensor-Core-Logger (MSCL) ("Multi Parameter Kern Scanner")