Ziele


EP9 zielt einmal darauf ab, die geologische Struktur im zentralen Bereich des Thüringer Beckens auf verschiedenen Skalen geophysikalisch abzubilden, sowie die physikalischen Eigenschaften der wesentlichen dort angetroffenen Gesteine zu ermitteln. Hierzu dient ein reflexionsseismisches Experiment mit drei insgesamt 76 km langen Profilen, das von EP9 konzipiert, vorbereitet und begleitet wurde. Dieses Experiment diente nicht nur dazu, die Struktur im bisher relativ wenig untersuchten zentralen Teil des Thüringer Beckens abzubilden, sondern auch als Vorerkundung für die INFLUINS-Tiefbohrung, deren Standort im Kreuzungspunkt von zwei Profilen liegt. Die umfangreiche Bearbeitung und Analyse der reflexionsseismischen Daten wird von EP9 durchgeführt.

Der zweite wissenschaftliche Schwerpunkt von EP9 sind die bohrlochgeophysikalischen Messungen in der INFLUINS-Forschungsbohrung. Diese wurde in ihrer gesamten Teufe mit Hilfe verschiedener bohrlochgeophysikalischer Verfahren, u.a. Gamma-Log, Sonic-Log, Neutron-Neutron-Log, durchgeführt. Der so erhaltene umfangreiche Datensatz wird in hoher Auflösung durch Kernlogging und gesteinsphysikalische Messungen an Kern-Proben im Labor ergänzt. Durch die Arbeit auf verschiedenen räumlichen Skalen wird es möglich, sowohl den Einfluss lokaler Variabilitäten zu ermitteln, als auch eine grundlegende gesteinsphysikalische Charakterisierung des gesamten zentralen Bereichs des Thüringer Beckens bis zum Top Basement zu erhalten.