Methodik


Begleitend wurden an allen Waldstandorten Saftflussmessungen (Granier, 1985) zur Bestimmung der Transpiration etabliert. Diese zusätzlichen Messungen ermöglichen eine Separierung zwischen der Transpiration der Bäume, des Unterwuchses und der Evaporation des Bodens sowie der Interzeptionsverdunstung. Die Saftflussmethode ist eine der am häufigsten verwendeten Methoden zur Bestimmung von Transpirationsraten an verholzten Pflanzen. Ihr empirischer Ansatz ermöglicht es, die Wärmeabnahme einer erhitzten Sonde, welche in den Stammkörper des Baumes eingebracht wird, mit dem Wassertransport im sensornahen Gewebe, in Relation zu setzen. Der dadurch verursachte Wunden-Effekt ist jedoch noch nicht hinreichend untersucht und wurde durch Experimente im Rahmen von INFLUINS nachgewiesen und quantifiziert, so dass neue Kalibrierfunktionen etabliert werden können. Dadurch sollen bei künftigen Messungen die Anzahl der Probebäume reduziert werden und zuverlässigere Langzeitmessungen zur Bilanzierung der Verdunstungsraten von Waldökosystemen verbessert werden.

NWG2-AC-vs