Ergebnisse


Übersichtsmodell

Eine erste Fassung des Beckenmodells, die mit Paradigm GOCAD erstellt wurde, umfasst 14 geologische Einheiten und 54 Störungen. Im September 2012 wurde ein speziell auf die Anforderungen des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (EP10) abgestimmter Zwischenstand dieses Übersichtsmodells mit senkrechten Störungen erstellt und den Projektpartnern von EP10 für die weitere Verwendung bei hydrogeologischen Modellierungen übergeben. Da die Mächtigkeiten der geologischen Einheiten mit GOCAD nicht korrekt darstellbar waren, wurde ein Softwarewechsel auf Paradigm SKUA vorgenommen.

Uebersichtsmodell

Abb.2: Anschnitt des Geologischen Übersichtsmodells des Thüringer Beckens, erstellt mit Paradigm SKUA (10-fach überhöht)


Das mit SKUA erstellte Modell (Abb. 2) enthält 27 geologische Einheiten und ein die geologischen Gegebenheiten akkurater wiedergebendes Störungsnetzwerk. Die Störungen wurden mit Einfallswinkel und Einfallsrichtung versehen, unter Einbeziehung der aus EP2 vorliegenden Erkenntnisse.

Ausschnitte aus diesem Modell, die mit einer höheren räumlichen Auflösung modelliert sind, wurden an mehrere andere Einzelprojekte weiter gegeben, unter anderem als Startmodell für geophysikalische Modellierungen.

Detailmodell

Im Verlauf des Arbeitsprozesses wurde festgestellt, dass für den quartären und den präquartären Anteil zwei getrennte Modellieransätze notwendig sind, bevor aus beiden Teilen ein konsistentes Modell erstellt werden kann. Hierzu wurde unter anderem ein Workflow entwickelt, um die Geometrien der quartären Flächen halbautomatisiert topologisch einwandfrei zu generalisieren.

Das Detailmodell besteht derzeit aus 15 Horizonten und 36 vertikalen Störungen (siehe Abb. 3). Ergänzend zu den oben genannten Eingangsdaten wurden bisher Ergebnisse der Forschungsbohrung (EP3), der seismischen Tomographie (EP1) und der Reflexionsseismik in den Modellierprozess eingeschlossen.

GeolDetailmodell_Zwischenstand_Aug2014_mitGew_uGG_klein

Abb. 3: Detailmodell (Stand August 2014) mit quartärer Bedeckung in den Auenbereichen und mit Störungsnetzwerk, erstellt mit Paradigm SKUA (5-fach überhöht); Bohrturm - Lage der Forschungsbohrung